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Heidenheim



28.10.2022       Kreative Klimaschützer gesucht!

 

Der Ideenwettbewerb mit dem Titel „Mein Beitrag zum Klimaschutz“ setzt insbesondere auf die Kreativität der Landkreisbewohner. Prämiert werden die innovativsten Ideen für Klimaschutzprojekte, die einfach umgesetzt werden können und gleichzeitig beispielgebend für andere sind. Das heißt, sie sollten auch einfach und unkompliziert von Nachahmern realisiert werden können. Wichtig ist zudem, dass die Projektideen keinen alleinigen Eigennutzen haben und sie dürfen nicht kommerziell sein. Eingereicht werden können die Ideen bis einschließlich Freitag, 16. Dezember 2022. Die Umsetzung des Projektes muss im ersten Halbjahr 2023 möglich sein bzw. – sollte das Projekt prämiert werden – erfolgen. Und das im Landkreis Heidenheim. Ebenso muss das für die Umsetzung gegebenenfalls erforderliche Budget zur Verfügung stehen.

Das Preisgeld im 1. Heidenheimer Klimaschutzwettbewerb beträgt insgesamt 1500 Euro und wird unter den drei besten Ideengebern aufgeteilt. Teilnehmen können alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Heidenheim ebenso wie Gruppen aus dem Kreis, beispielsweise von Studierenden, von Schülern oder aus Kindergärten. Und auch im Landkreis ansässige Firmen, Unternehmen und Vereine sind dazu aufgefordert, Projektideen einzureichen. Welche Projekte prämiert werden, entscheidet eine Jury, der Vertreter des Landratsamtes Heidenheim ebenso wie aus dem Bereich Klimaschutz angehören. Kriterien bei der Bewertung werden die Umsetzbarkeit und die Übertragbarkeit der Idee ebenso wie der Innovationsgrad sowie ein möglichst dauerhafter Nutzen für den Klimaschutz sein.

Info: Teilnehmende am 1. Heidenheimer Klimaschutzwettbewerb müssen die vollständigen Projektunterlagen (Projektbeschreibung sowie Informationen zu den Mitwirkenden, zum Zeitraum und zum Ort der Umsetzung) bis spätestens 16. Dezember 2022 per Mail an klimaschutz@landkreis-heidenheim.de beim Landratsamt Heidenheim einreichen. Bei Fragen können Sie sich gerne an die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Heidenheim Linda Beer, Tel. 07321 321-1341, wenden.

29.09.2022       Wohin mit dem Fallobst?

Fast jedes Jahr hängen die Äste von Apfel-, Birnen oder Zwetschgenbäumen im Spätsommer voll mit reifen Früchten und oftmals vergammelt ein guter Teil der Früchte. Schade, denn mit dem richtigen Rezept können viele der Früchte eingelegt, eingekocht oder entsaftet werden.

Grundsätzlich jedoch zählt unreifes und auch fauliges Obst zum Bioabfall und gehört nicht zum Gartenabfall. Das Fallobst hat im Grüngut nichts zu suchen. Drohen doch sonst im Anlieferer- und Lagerbereich Hygiene, Geruchs- oder Sicherheitsprobleme.

„Fallobst gehört in die Biotonne “, betont der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb. Größere Mengen können nur im Entsorgungszentrum Mergelstetten angeliefert werden. Wer also Fallobst in Mergelstetten anliefert, hat die Grünabfälle vom Fallobst ausnahmslos zu trennen. „An den Standorten der Grüngut-Container in den einzelnen Gemeinden wird Fallobst nicht angenommen“, so der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb.

Die satzungsmäßig festgelegte Gebühr von Bioabfall - und mithin auch für Fallobst - beträgt  7,50 Euro pauschal, und zwar bis 100 Kilo. Werden mehr als 100 Kilo angeliefert, wird der Tonnagepreis zugrunde gelegt, also 150 Euro pro Tonne.

Gartenabfälle und verholzte Grünabfälle können dagegen für 2,50 Euro bis 100 Kilo pauschal  angeliefert werden. Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb bittet alle Anlieferer von Fallobst, diese Regelung strikt zu beachten und nicht, wie es immer wieder vorkommt,  Bioabfälle mit Grüngut zu vermischen. Extra Kisten sind im Entsorgungszentrum in Mergelstetten bereitgestellt, damit Anlieferer von Fallobst dieses sauber getrennt von Grünabfällen schnell vor Ort entsorgen können.

Auch bei der Abholung von Gartenabfällen hat Fallobst nichts zu suchen. Die Mitarbeiter der beauftragten Entsorgungsfirma nehmen das Fallobst nicht mit.  Allerdings kann Fallobst auch auf den Kompost, wo es erst mal in kurzer Zeit verrottet. Der Vorteil: in verrottetem Zustand kann das Fallobst später – so wie Herbstlaub – wieder auf den Beeten ausgebracht werden. Somit bekommt der Boden viele wertvolle Nährstoffe. Und so wird aus dem Fallobst ein wertvoller Dünger. Da Obst auf dem Kompost oftmals auch Insekten anzieht, sollte dieser weitgehend abgedeckt werden, etwa mit frisch gemähtem Gras. Oder aber man setzt einen speziellen Thermokomposter ein. Die Früchte können auch direkt rund um Bäume und Hecken eingegraben werden. So können die Nährstoffe während des Verrottens direkt an die Pflanzen abgegeben werden. Das Fallobst sollte zudem tief in die Erde eingegraben werden, damit es nicht von Tieren wieder ausgegraben wird.  

24.09.2022       Was tun mit dem Herbstlaub?

Im Herbst stellt sich die Frage: wohin mit dem Laub?

Ebenso wie im Wald kann Laub unter Sträuchern und Bäumen liegen bleiben. Sorgt doch eine Laubschicht dafür, dass der Boden mit wertvollen organischen Substanzen und Nährstoffen angereichert wird, wodurch wiederum das Bodenleben aktiviert wird. Wertvolle Bodenlebewesen werden mit dem Laub ‚“gefüttert“ und die Blätter im Lauf der Zeit zersetzt. Auch bietet eine solche Laubschicht so manchen Tieren Schutz im Winter. Die Laubschicht darf durchaus bis zu zehn Zentimeter dick sein und kann ein wenig in den Boden eingearbeitet werden. Ansonsten  lässt sich das Laub auch mit etwas Erde beschweren, damit es an trockenen und windigen Wintertagen nicht durch den Garten weht.

Laub, das auf den Rasen fällt, kann vorab auch mit dem Rasenmäher zerfasert werden. Mit anderen Materialen vermischt, kann man es dann auf den Kompost werfen. Das Laub verrottet so schneller. Fallen große Mengen an 

Laub an, kann auch reiner Laubkompost eingesetzt werden, um Moorbeetpflanzen wie Azaleen oder Rhododendren zu düngen, die saure Böden bevorzugen. Mit dieser Art der Laubverwertung können natürlich auch abgeräumte Gemüse- und Blumenbeete sowie der Boden unter Gebüschen, Hecken, Stauden und Bäumen mit organischem Material versorgt und nutzbringend verwertet werden. Die Blätterdecke schützt den Boden zudem vor Austrocknung und sorgt dafür, dass dieser über den Winter gut gart, sich eine stabile Bodenstruktur bildet und somit der Wasserhaushalt, also die Fähigkeit Wasser zu speichern, des Bodens verbessert.

Die im Herbst gesammelten Laubmengen können aber auch im Frühjahr mit stickstoffreichen Materialen wie Rasenschnitt gemischt werden, wodurch ein guter Humus erzeugt und zugleich der Verrottungsprozess beschleunigt wird. Beachtet werden sollte aber, dass nicht nur Rasen, sondern auch immergrüne und niedrige Pflanzen keine Laubdecke vertragen. Leiden sie doch dadurch unter Lichtmangel und beginnen zu faulen.

Was tun, wenn auf dem eigenen Grundstück nicht kompostiert werden kann? Für kleinere Laubmengen kann die Biotonne genutzt werden. Größere Laubmengen (PKW-Anhänger) können darüber hinaus im Entsorgungszentrum in Mergelstetten  gegen eine geringe Gebühr  abgegeben werden.


16.06.2022       Gartenabfälle illegal entsorgt

Immer wieder werden Gartenabfälle im Wald und in der Landschaft entsorgt. Nicht selten in der irrigen Meinung, diese würden doch schadlos zersetzt und dem so genannten Nährstoffkreislauf wieder zugefügt. Doch das ist falsch, denn Gartenabfälle am ungeeigneten Ort zeitigen einige negative Konsequenzen für die Natur.

Wer Gartenabfälle an Waldrändern, Gewässern  und im Grün kurzerhand abkippt, stört durchaus den Nährstoffhaushalt der Landschaft und des Waldes erheblich. Statt der früheren Artenvielfalt wird binnen kurzem einer Monokultur von Brennnesseln Vorschub geleistet. Bevorzugen doch Brennsesseln den Stickstoff, der gerade in Gartenabfällen gebunden ist. Viele anspruchsvollere Tier- und Pflanzenarten werden auf diese Weise zurückgedrängt oder verschwinden dagegen.  Zugleich vermehren sich auch nichtheimische Ziergehölze über den Austrieb von Wurzelresten. Dies geht letztlich zu Lasten der heimischen Flora.

Mangelnder Respekt vor der Natur

Wald und Landschaften wirken auf den Menschen natürlich und unberührt. Daraus erwächst  Respekt vor der „unberührten Natur“. Dieser Respekt schwindet, sobald erste Abfälle – und das gilt eben auch für Pflanzenabfälle – die Natur verschandeln. „Selbst einen sauberen und aufgeräumten Garten vorzuzeigen, indem man seine Abfälle in die freie Landschaft kippt, ist kein Kavaliersdelikt, über das man hinwegsehen sollte. Im Gegenteil, da sollte man genau hinschauen“, so der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb.

Solche verbotenerweise abgelagerten  Gartenabfälle in Wald und Flur müssen beseitigt werden. Das verursacht  Kosten, die letztlich von allen zu tragen sind. Jeder, der auf diesem Wege seine Gartenabfälle entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, denn er verstößt gegen Abfallrecht, Wasserrecht und Landschaftsrecht. 

Gartenabfälle sind am besten im eigenen Garten zu kompostieren. Zudem können Grasschnitt, Heckenschnitt, Laub oder Fallobst über die Biotonne entsorgt werden. Oder bis in den November hinein kann gegen eine geringe Gebühr eine normale PKW Anhängerladung in den Grüngut-Containern entsorgt werden, die der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in vielen Gemeinden und Teilorten im Landkreis aufgestellt hat. Des Weiteren gibt‘s die Möglichkeit, diese  Abfälle im Entsorgungszentrum in Mergelstetten wiederum gegen eine geringe Gebühr – 2,50 Euro - bis 100 Kilo zu entsorgen. Das Entsorgungszentrum ist Montag bis Freitag von 7.00 bis 17.00 Uhr und am Samstag von 8.00 bis 12.30 Uhr  geöffnet.

19.05.2022       Zuschuss für Mehrwegwindelsysteme

In den ersten Lebensjahren eines Kindes werden geschätzt 5 500 Windeln genutzt. Macht mal eben etwa eine Tonne Windelmüll pro Baby, wenn es bis zum Sauberwerden mit Einwegwindeln gewickelt wird. Alle Einwegwindeln müssen im Landkreis Heidenheim derzeit als Restmüll entsorgt und im Müllheizkraftwerk in Ulm verbrannt werden, da ein funktionierendes Recycling noch immer aussteht. Dies gilt auch für Ökowindeln. Daher ist der Einsatz von Mehrwegwindeln eine überlegenswerte Alternative. Zumal der Gebrauch von modernen Stoffwindeln nicht mehr kompliziert und zeitraubend ist. Denn diese sind doch zwischenzeitlich durchaus pflegeleicht zu handhaben und müssen nicht mehr eingeweicht, gekocht oder gebleicht werden. Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb unterstützt Eltern und inkontinente Personen, die Mehrwegwindeln nutzen, einmaligen mit einem Zuschuss von 50 Euro.  Allerdings ist diese Förderung ausschließlich für Personen und Kinder vorgesehen, die ihren Hauptwohnsitz im Landkreis haben. Benötigt wird eine Geburtsurkunde des Kindes oder bei Inkontinenz ein ärztliches Attest. Ebenso die Rechnungen der gekauften Mehrwegwindeln, und zwar im Original in Höhe von mindestens 150 Euro. Der Zuschuss wird für den Kauf von Windeln rückwirkend bis zum 01.01.2022 gewährt. Früher gekaufte Windeln können nicht berücksichtigt werden.  Auf diesem Weg wird unsere Umwelt entscheidend vom Windelmüll entlastet. Weitere Informationen und Tipps sowie der benötigte Antrag gibt es kurz und prägnant im Info-Flyer, der auch auf der Internetseite www.abfallwirtschaft-heidenheim.de unter Downloads (hier) des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes eingestellt ist.     

09.05.2022       Teller statt Tonne

Für viele von uns ist beim Einkauf von Lebensmitteln zuvorderst der Preis und das Aussehen entscheidend. Günstig sei immer gut – meint man gemeinhin. Doch wie wertvoll unsere Lebensmittel letztlich tatsächlich sind, wird meist erst dann deutlich, wenn wir genauer hinschauen. Etwa auf die eingesetzten Ressourcen, die dabei verbraucht werden. Ackerflächen, Mutterboden, Wasser, Saatgut, Nährstoffe, aber auch Dünger, Pestizide und fossile Treibstoffe im Blick auf eingesetzte Fahrzeuge und Maschinen oder beim Transport, der Lagerung und der Verarbeitung. 

Eingeladen hatte Liselotte Haag, Schriftführerin beim Ortsverband Mergelstetten des VdK. Und 25 interessierte Gäste hörten mit Interesse den kurzweiligen Vortrag von Lothar Hänle, Umweltreferent beim Kreisabfallwirtschaftsbetrieb.

Der Zuhörerschaft wurde erläutert, dass wir zielgerichtet und sparsam mit unseren natürlichen Ressourcen umgehen sollten, damit Hunger und eine Mangelernährung weltweit nicht zu-, sondern abnehmen. Etwa 805 Millionen Menschen gelten weltweit als mangel- und unterernährt. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung ist es immer dringlicher, ausreichend sauberes Wasser und Nahrung bereitzustellen, wissend, dass beides nicht unbegrenzt verfügbar ist.  Dabei gehen weltweit etwa ein Drittel der produzierten Nahrungsmittel vom Acker auf den Teller verloren. Das sind etwa 1,3 Milliarden Tonnen. Allein in Deutschland landen jährlich rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, davon 6,7 Millionen Tonnen in privaten Haushalten. Demnach werden etwa 81 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf jährlich zu Abfall. Die Menge entspricht zwei vollen Einkaufswagen und ist rund 230 Euro wert.   

Eine wichtige Voraussetzung für einen Wandel im Sinne einer nachhaltigeren Ernährung ist das Wissen über die begrenzten Ressourcen, die eben auch den Anbau für unsere Lebensmittel betrifft. Vor diesem Hintergrund ist es nur schwer zu rechtfertigen, wenn potentiell verwertbare Lebensmittel in der Tonne statt auf dem Teller landen. Ausgerechnet das frische, für eine gesunde Ernährung wichtige Obst und Gemüse macht etwa ein Drittel der Lebensmittelabfälle von privaten Haushalten bei uns aus. Es folgen Gekochtes, Brot und Backwaren, Getränke, Milchprodukte, Fertigprodukte sowie Fisch und Fleisch.

Wer einige Regeln beachtet, kann die Menge an Lebensmittelabfällen entscheidend vermindern. Erstens eine Einkaufzettel schreiben. Zweitens hilft eine vorausschauende Planung, Und ein Blick in Kühlschrank und Vorratsregale bietet die beste Vorsorge. Drittens: wer sich Zeit lässt beim Einkaufen, also weder gehetzt noch hungrig den Laden betritt, vermeidet ebenfalls unnötige Lebensmitteleinkäufe. Viertens: Für Single Haushalte machen wiederum XXL-Sonderangebote wenig Sinn, da oftmals die Hälfte weggeworfen wird.

Wer bei einzelnen Bananen zugreift, rettet ebenfalls oft Obst, da diese meist nicht genommen werden, selbst wenn die Banane einwandfrei ist, also keinerlei Druckstellen hat. Umgekehrt schmeckt ein Apfel mit leichten Macken genauso gut wie der makellose daneben. Dasselbe gilt für krumme Gurken oder zweibeinige Möhren. Fünftens: Wer seine Lebensmittel gut und richtig lagert, also etwa angebrochene Packungen wie Mehl, Reis oder Nüsse in dicht schließende Behälter umfüllt, verhindert wiederum Schädlingsbefall. Dennoch hilft auch eine regelmäßige Kontrolle, etwa wenn sich Motten im Vorratsschrank eingenistet haben. Kartoffeln und Zwiebeln brauchen einen dunklen Ort. Brot bleibt in einer Brotbox oder einem Steinguttopf sowie als ungeschnittener Laib länger frisch. Käse am besten am Stück kaufen und in ein beschichtetes Papier einschlagen. Äpfel und Tomaten strömen Ehtylengas aus, das andere Obst- und Gemüsesorten schneller reifen lässt. Daher besser separat lagern. Geöffnete Konserven umfüllen und schnell verbrauchen.

Wichtig ist auch, dass die unterschiedlichen Kühlzonen im Kühlschrank richtig genutzt werden. Schnell verderbliche Lebensmittel sollten zudem nur für kurze Zeit aus dem Kühlschrank geholt werden. Übrigens haben Bananen, Auberginen oder Tomaten im Kühlschrank nichts zu suchen.

Klar, dass das Verbrauchsdatum immer zu beachten ist, denn dieses ist bei leicht verderblichen Produkten, wie Hackfleisch, Fisch oder Frischgeflügel streng einzuhalten. Ist es überschritten, heißt es tatsächlich ab in die Tonne. Umgekehrt ist das Mindesthaltbarkeitsdatum – MHD – kein Wegwerfdatum. Hier gilt: Was noch gut aussieht, gut riecht und gut schmeckt, kann meist noch gegessen werden. Zeigt doch das MHD lediglich an, wie lange ein Produkt mindestens seine typischen Eigenschaften behält, etwa Farbe und Konsistenz. Wer seine Reste verwertet, also etwa den halben Topf Suppe einfriert oder am nächsten Tag aufwärmt, vermeidet ebenso Abfälle. Und im Restaurant sollte man eher ´a la carte bestellen und aufs Buffet verzichten, um möglichen Abfällen vorzubeugen. Bleibt dennoch etwas übrig, kann man Reste auch einpacken lassen.  

Zu empfehlen ist fast immer regional und saisonal einzukaufen, also solche Lebensmittel, die direkt in der Umgebung angebaut werden. Sind doch hier die Transportwege und Transportzeiten kurz und die Umweltbelastungen mithin geringer. Und damit die Chancen höher, dass keine Lebensmittel verderben. Lebensmittel, die gerade Saison haben, lagern zudem nicht lange, sondern landen frisch vom Feld auf dem Teller. Wer Fleisch aus artgerechter und regionaler Haltung kauft, hilft der Umwelt und den heimischen Bauern ebenfalls. Kommt das Rindfleisch dagegen aus Südamerika sind die Umweltbelastungen hoch. Auch wenn nur das Futter für unsere heimischen Rinder, etwa Soja aus Südamerika kommt, hat das starke Auswirkungen auf Umwelt und Klima, denn dafür müssen Feuchtsavannen oder Regenwälder zugunsten von Anbauflächen weichen.

Nach dem Vortrag diskutierten die Gäste noch über unterschiedliche Entsorgungswege für Abfälle und Wertstoffe im Landkreis Heidenheim. Und zollten schlussendlich dem Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Lob für dessen vielfältige Anstrengungen im Blick auf eine geordnete Abfallentsorgung im Landkreis Heidenheim. Und als kleine Ermunterung, unnötige Plastiktütchen zu vermeiden, gab’s für die Teilnehmer noch ein mehrfach verwendbares, waschbares Obst- und Gemüsenetz aus recyceltem Polyester.

 

 

 

 

 

 

 

 

07.04.2022       Für Umweltbildung ist es nie zu früh

Kreisabfallwirtschaftsbetrieb: Nachfrage übersteigt Angebot

„Die Nachfrage nach unseren neuen Müll-Magnettafeln für Kindergärten ist überraschend groß. Innerhalb weniger Wochen sind alle bereitgestellten bunten Tafeln mit ihren lustigen Müll-Motiven weggegangen wie die berühmten warmen Semmeln. Das freut uns, denn wir sollten so früh als möglich die Kinder unterstützen, Abfälle richtig zu trennen. Und gerade Kinder sind neugierig und wollen wissen, wie was richtig gemacht wird, Kinder lernen eigentlich sehr gern. Deshalb sind Kindergärten tolle Lernorte, um Kinder für die Mülltrennung zu motivieren und zu begeistern.“, betont Bärbel Hörger, stellvertretende Betriebsleiterin beim Kreisabfallwirtschaftsbetrieb. 

Schließlich ist Abfall ist keine Nebensache. Denn, wie wir mit unseren Abfällen umgehen, das hat viele Auswirkungen auf unsere Umwelt und das Klima. Daher hat der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb diese Initiative gestartet, indem er mittels einer Magnettafel ein attraktives Lernangebot für Kindergärten entwickelt hat. Diese neuen Materialien sollen Kindergärten bei der Umwelterziehung - und ganz konkret auch bei der Abfalltrennung - unterstützen. Denn nur, wenn Abfallarten und Wertstoffe richtig sortiert werden, können diese Wertstoffe wieder aufbereitet und abermals verwendet werden. Ganz gleich ob bei Glas, Papier, Pappe oder Bioabfällen.    

Unter anderem vermitteln die Abfall-Poster den Kleinen, dass sich Abfall nicht einfach in Luft auflöst. Und Wertstoffe wie auch Bioabfälle in einen Kreislauf zurückgeführt werden können. Gerade für die Kinder sind die farbigen Poster und die lustigen Müll-Motive ein spannender Anreiz, die Aufgaben für eine richtige Zuordnung von Abfällen altersgerecht und spielerisch zu lösen. Gilt es doch für die Kindergartenkinder immerhin 48 Magnete, die verschiedenste Arten von Abfällen abbilden, richtig zuzuordnen. Das dabei erlernte Wissen ist letztlich wiederum entscheidend für die Bildung von Umweltbewusstsein und die Basis für nachhaltiges Handeln.

„Wichtig ist: Das Wissen um ein richtiges Trennen und Sortieren von Wertstoffen sollte den Kindern möglichst früh mit gut gestalteten Lernmaterialien und von engagierten Erzieherinnen vermittelt werden. Denn Bildung fängt mit den Jüngsten an. Und folglich entscheidet sich unsere Zukunft gerade auch dort, in den Kindergärten und Kindertagesstätten, wo die Saat für ein starkes Müllbewusstsein gelegt werden kann“, so Hörger abschließend.

 

06.04.2022       Telefonzelle als Tauschmarkt


„Gib den Dingen ein zweites Leben“

Im Entsorgungszentrum in Mergelstetten platziert ist seit einigen Jahren eine ausgediente Telefonzelle. Sie wurde aufgehübscht als Tauschort für Gebrauchtes und ermuntert die Besucher als echter Hingucker mal hineinzuschauen. Umgebaut zu diesem netten Tauschladen haben die Telefonzelle  engagierten Auszubildenden des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs. Und zwar als eigenes „Projekt“. Die Zelle wurde pink gestrichen und beklebt und mit Regalen bestückt.  Dadurch, dass die  Telefonzelle jetzt als „Tauschmarkt“ für gebrauchte, aber funktionsfähige Gegenstände  taugt, wurde ihr sozusagen ein zweites Leben eingehaucht. Brauchbaren Dinge werden hier verschenkt oder können gegen andere eingetauscht werden. Kunden, die ihre gut erhaltenen Sachen hier ablegen, geben diesen Gegenständen die Chance auf eine längere Lebens- und Nutzungsdauer. Vorausgesetzt, andere Kunden können die Produkte gebrauchen. Ziel des Kreisabfallwirtschaftsbetriebes ist es, ein Zeichen zu setzen. Und darauf hinzuweisen, dass viele Konsumgüter eigentlich viel zu früh als Abfall entsorgt werden. Wenn die Nutzungszeit von Produkten immer kürzer wird, müssen immer schneller neue Dinge produziert werden. Das geht letztlich auf Kosten der Umwelt und unserer natürlichen Ressourcen. Tendenziell wird zwar alles, was wir nutzen irgendwann zu Abfall. Aber wenn die Lebenszeit von Gütern verlängert werden kann und so wertvolle Ressourcen geschont  werden, schützt das auch unser Klima. Gerade der rasante Abbau von Rohstoffen wirkt sich auch auf die Klimaveränderungen aus. Jede Aktion, die hilft, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen und Produkte so lang als möglich in einem Kreislauf zu halten, schützt eben auch unser Klima. Zudem gibt es in den Wertstoff-Zentren in der Griesstraße in Heidenheim und in Dettingen Schenkregale - eine weitere Gelegenheit für jedermann Gebrauchtes zu tauschen. 

31.03.2022       Grüngutcontainer stehen ab 9. April

Grüngut-Container werden wieder aufgestellt

 

Ab Samstag, 9. April 2022 stehen wieder die Grüngut-Container vor Ort in den Gemeinden bereit. Der Container in Sontheim kann allerdings noch nichtaufgestellt werden, da hiernoch kein Betreungspersonal gefunden wurde. Meist stehen die 40-Kubikmeter-Container für Gartenabfälle in der Nähe oder im jeweiligen Wertstoff-Zentrum.

Mit diesem Angebot können die Einwohner  im Landkreis ihre Gartenabfälle wohnortnah anliefern.

Da die Gartenabfälle in die Container verladen werden müssen, ist vor allem bei Grasschnitt darauf zu achten, dass dieser nicht lose angeliefert wird, sondern in geeigneten Papiersäcken. Wer dagegen  Kunststoffsäcke verwendet, hat den Grasschnitt aus diesen in den Container zu entleeren.   

Für die Anlieferung wird eine pauschale Gebühr von 2,50 Euro berechnet, wobei maximal eine Menge angenommen wird, die in einen normalen PKW-Anhänger passt. Angenommen werden Hecken- und Strauchschnitt. Die maximale Aststärke darf zehn Zentimeter Durchmesser nicht übersteigen. Die Äste dürfen nicht länger als 150 Zentimeter sein. Zum Bündeln keinen Draht oder Plastikschnüre verwenden. Vor allem „Kleinmaterial“, das nicht gebündelt werden kann, wie etwa Gras und Laubschnitt – sollte an den Containerstandorten möglichst nicht lose auf Hängern angeliefert werden, da die Entladung in die Container sehr mühsam und zeitintensiv  und ein Abkippen nicht möglich ist. Stattdessen sind Mehrweg-Behältnisse, die vor Ort entleert werden, stets die praktischere Alternative. Auch sollten die verwendeten Behältnisse nicht zu voll und zu schwer sein. Wer größere Mengen entsorgen möchte, sollte die Gartenabfälle im Entsorgungszentrum in Mergelstetten anliefern.

Die Annahmegebühr für bis zu hundert Kilo beträgt hier auch 2,50 Euro.

Öko-Tipp: Die beste und umweltfreundlichste Art Gartenabfälle zu entsorgen, ist die Kompostierung. Wer die Möglichkeit hat, im eigenen Garten zu kompostieren, sollte diese Möglichkeit nutzen. 

Nutzen Sie die Grüngutabfuhr! Viermal im Jahr werden die Gartenabfälle kostenlos bei Ihnen zu Hause abgeholt.

 

Standorte und Anlieferungszeiten finden Sie hier

31.01.2022       Falsch befüllte Biotonne kostet 25 Euro

Immer wieder landet Restmüll in der Biotonne. Ganz gleich, ob Glas, Metall oder angeblich abbaubare Kunststoffbeutel. Diese Störstoffe stellt das Team des Biokompostwerks im Entsorgungszentrum in Mergelstetten vor große Probleme. Ist doch das Heraussieben dieser Störmaterialien sehr aufwändig und verursacht hohe Kosten, die letztlich alle Einwohner durch höhere Abfallgebühren zu tragen haben. Deshalb hat es dieses Jahr auch intensive Kontrollen der Biotonnen und Aufklärungsaktionen gegeben, um für das richtige Trennen zu werben. Und so den Anteil der Fremdstoffe zu vermindern und den Trend umzukehren. Schließlich können saubere Bioabfälle zu Blumenerde oder hochwertigem Kompost für die Landwirtschaft verarbeitet werden. Vorausgesetzt es kommen eben nur sauber getrennte Bioabfälle in die Biotonnen. Gerade auch die neue Düngeverordnung hat die Vorgaben verschärft, wie und wann in der Landwirtschaft gedüngt werden darf. Und das gilt auch für die Ausbringung von Kompost. Vor diesem Hintergrund werden diejenigen, die nachweislich ihre Biotonne falsch mit Restmüll befüllen, zur Kasse gebeten. In seiner Abfallwirtschaftssatzung hat der Landkreis Heidenheim - unter § 24 Benutzungsgebühren –die Sonderleerung einer falsch befüllten Biotonne geregelt. Ist eine solche Leerung notwendig, wird die Gewichtsgebühr für Restmüll zuzüglich einer Verwaltungsgebühr von 25 Euro berechnet. Daher bittet der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb nachdrücklich alle Einwohner, die Biotonnen ordnungsgemäß zu befüllen. So können die zusätzlichen Kosten vermieden werden.



22.01.2022       Masken, Schnelltest & Co sind Restmüll

Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb weist darauf hin, dass immer wieder erschreckend viel Müll, selbst Möbelstücke im Wald und der Natur entsorgt werden. Und auch Einwegmüll, insbesondere OP-Masken und Einweghandschuhe haben  in Straßengräben oder Grünstreifen nichts zu suchen, sondern gehören in die Restmülltonne. Dorthin gehören übrigens auch benutzte FFP2 Masken und Corona-Schnelltests mit allen dazugehörigen Materialien wie ausgedrückte Abstrich-Teststäbchen für Zuhause. Denn diese  sind als mögliche infektiöse Abfälle einzustufen. Haben also in der Natur, aber auch im gelben Sack rein gar nichts zu suchen. Stattdessen sollten alle Testutensilien ausschließlich in stabilen, möglichst reißfesten,  gut und dicht verschlossenen Müllsäcken oder Behältnissen über die Restmülltonne entsorgt werden. Die Abfälle aus der Restmülltonne werden dann im Ulmer Müllheizkraftwerk thermisch verwertet. Alle möglicherweise infektiösen Abfälle werden währende des Verbrennungsvorganges unschädlich gemacht.

Auch betont der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb, dass viele Abfälle, die gedankenlos in die Natur geworfen werden, nur sehr langsam verrotten. Oder biologisch gar nicht abbaubar sind.  Gerade Kunststoffe werden langfristig lediglich mechanisch zerkleinert und gelangen dann als Mikroplastik in Böden, Gewässer und letztlich auch in die Nahrungskette. Wird der Müll nicht entsorgt,  so liegen etwa Coffee-To-Go Becher bis zu 50 Jahre in der Gegend und vermüllen die Natur. Getränkedosen aus Aluminium können bis zu 200 Jahre brauchen, bis sie zerfallen.  Zerbrochene Glasflaschen verrotten eben so wenig, da diese aus Quarzsand hergestellt werden, der ja kein organischer Stoff ist. Bis die Scherben verschwunden sind, gehen mal eben 4000 bis eine Million Jahre ins Land. Selbst Styroporverpackungen liegen länger als 6000 Jahre in der Umwelt. Je nach Materialzusammensetzung können dünne Plastiktüten zehn Jahre überdauern, wohingegen dickere Plastiksäcke schon mal auf 120 bis 200 Jahre kommen. Autoreifen brauchen etwa 2000 Jahre bis sie zersetzt sind. Dagegen sind Zigarettenstummel oftmals bereits nach zwei bis fünf Jahren auf natürliche Weise zersetzt, wobei der Filter noch länger brauchen kann. Dieser besteht wesentlich aus dem Kunststoff Cellulosacetat, der nicht nur schwer abbaubar ist, sondern zudem bis zu 700 teilweise giftige chemische Einzelstoffe aufweist. Als da wären Arsen, Blei, Cadmium, Benzol oder Nikotin. Aber auch Papiertaschentücher sind ein großes Ärgernis, da viele von ihnen zwischenzeitlich waschmaschinenfest sind. Der Vorzug, dass sie beim Waschen nicht zerfallen, zeitigt den Nachteil, dass sie das in der Umwelt dann auch erst nach bis zu fünf Jahren tun. Noch weitaus gravierender ist es, wenn alte Kühlschränke auf abgelegenen Parkplätzen abgelegt werden. Denn diese enthalten noch FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe), die aus dem Kühlmittel und der Isolierung entweichen können. So genannte Treibhausgase also, die die Umwelt und das Klima stark belasten, insbesondere im Blick auf die empfindliche Ozonschicht.   

20.12.2021       Nicht alles passt ins Altglas

Wer kann, sollte an den Feiertagen über Weihnachten und Silvester die meist übervollen Glascontainer meiden. Leere Flaschen sollten nicht unmittelbar nach dem Neujahrstag zu den Container-Standorten gebracht werden. Denn dort sind überfüllte Altglascontainer in dieser Zeit keine Seltenheit. Wer ein paar Tage zuwartet, bis die Container wieder entleert sind, tut sich und der Umwelt einen Gefallen. Liegen doch oftmals leere Flaschen neben den Containern und mitunter eben auch zerbrochene Gläser oder leere Sektflaschen. Gerade  kurzerhand vor den überquellenden Containern abgestellte Flaschen können Passanten oder Anlieferer gefährden. Herumliegende Scherben können selbst Auto- oder Fahrradreifen zum Verhängnis werden. Und auch Tiere können sich verletzen. Also vorausschauend handeln. Und dann das Altglas entsorgen, wenn der Andrang nachgelassen hat. Standorte mit überquellenden Glas-Containern können auch unmittelbar dem Kreisabfallwirtschaftsbetrieb unter Rufnummer 9505-0 gemeldet werden, der dann veranlasst, dass diese kurzfristig geleert werden.

Hier einige Tipps zur richtigen Altglasentsorgung. Damit kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Und die wertvollen Scherben können möglichst energie- und ressourcenschonend für neue Flaschen und Gläser eingesetzt werden. Ein klares Plus für Umwelt und Klima.

Regeln für die richtige Altglasentsorgung

1. Ins Altglas dürfen entleerte Glasverpackungen für Lebensmittel, pharmazeutische und kosmetische Glasbehälter, Medizinfläschchen (nicht aus dem Labor) oder Cremetiegel aus Glas.

2. Weißes Glas gehört in den Weißglascontainer, braunes in den Braunglas- und grünes in den Grünglascontainer.

3. Blaues oder andersfarbiges Glas gehört immer in den Grünglascontainer. 

4. In den Altglascontainer dürfen keine Trinkgläser. Sie haben eine andere Zusammensetzung.

5. Porzellan, Steingut oder Fensterglas haben nichts im Altglascontainer zu suchen, sondern sollten ins Entsorgungszentrum gebracht werden.

6. Energiesparlampen und jede Form von Leuchtmitteln gehören nicht zum Altglas.

7. Deckel können, müssen aber nicht abgeschraubt werden. Spezielle Maschinen filtern sie heraus.

8. Keine vollen Glasverpackungen in den Container werfen, Reste auf jeden Fall vorher entsorgen.

9. Bitte nicht spülen! Altglas muss nicht sauber im Container landen. Auch das schont die Umwelt.
    Nur Honiggläser sollten wegen den Bienen ausgespült werden.

 

10. Und ganz allgemein: Was nicht durch die Öffnung passt, gehört nicht in den Altglascontainer. 


Wer diese Regeln beachtet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und schont die natürlichen Ressourcen. Denn neue Glasflaschen bestehen durchschnittlich aus 60 Prozent Altglasscherben, bei grünen Glasflaschen liegt dieser Anteil sogar bei 90 Prozent.

 

Bitte helfen Sie mit, dass die Glascontainerstandorte sauber bleiben. Lassen Sie keine Schachteln oder Plastiktüten am Glascontainer liegen.

26.01.2021       Gelber Sack ist kein „Drecksack“

Die gelben Säcke sollten stets erst am Tag der Abholung herausgestellt werden. Und zwar frühmorgens gut sichtbar an der Außenseite des Grundstücks zur Straße hin. Wird dieses gezielte Timing kurz vor der Abfuhr beherzigt, kann vermieden werden, dass Wildtiere, die wegen des Geruchs von Lebensmittelresten angelockt werden, die Säcke aufreißen und den Inhalt verstreuen. Auch sollten die Säcke nur locker befüllt werden und die Verpackungen nicht ineinander gestopft werden. Bei Unwetterwarnung und Sturm sollten die Säcke zudem so gesichert werden, dass sie vom Wind nicht davongetragen werden. Eine Möglichkeit besteht darin, etwa die Säcke mit dem Zugband am Zaun hinzuhängen.

Der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Dualen Systeme, also die Privatwirtschaft selbst, für die Verteilung, Sammlung und Entsorgung der Gelben Säcke zuständig ist. Im Landkreis Heidenheim hat die Sammlung der Säcke wiederum die Firma WRZ Hörger, Sontheim von den Dualen Systemen übertragen bekommen.

Zu beachten ist bei der Befüllung der Säcke, dass kein Restmüll zur Beseitigung dort hineingehört. Restmüll gehört in die Restmülltonne.  Verpackungen aus Papier und Kartonagen gehören zum Altpapier. Und Altglas wird – nach Farben getrennt – über die bereitgestellten Glascontainer entsorgt. Auch leere Dosen können in die entsprechenden Container geworfen werden.  Ebenfalls nicht in den Gelben Sack gehören Gebrauchsgegenstände aus Plastik und Metall.

Richtig aufgehoben im gelben Sack sind leere Verkaufsverpackungen, wie etwa Joghurtbecher, ausgedrückte Tuben oder Folien. Bei Sichtverpackungen aus Karton und Kunststofffolien – so genannte Blisterverpackungen – können auch beide Materialien voneinander getrennt werden. Dann gehört der Karton zum Altpapier, etwa in die Papiertonne. Die Folie dagegen in den Gelben Sack. Spraydosen sollten nur vollständig entleert in den Gelben Sack geworfen werden. Tipp: Pumpflaschen statt Spraydosen kaufen.

01.12.2020       Abfalltonnen nicht zuparken

Damit die Müllfahrzeuge die Abfälle abholen oder die Behälter entleeren können, ist es notwendig, dass die Straßen von den Anwohnern freigehalten werden. Dies gilt vor allem auch in Anwohnerstraßen, die schmal sind, damit die großen Müllfahrzeuge einfahren können. Bedauerlicherweise parken Autos immer wieder vor Abfallbehältern oder Bereitstellungsflächen und behindern dadurch die Abfuhr massiv. Wenn nur ein Fahrzeug die Durchfahrt für den Mülllaster unmöglich macht, haben alle Anwohner das Nachsehen, da ihre Abfallbehälter erst später oder im ungünstigsten Fall gar nicht entleert werden können. Gleiches gilt für Wendemöglichkeiten, wenn diese durch rücksichtslose Falschparker zugeparkt werden. Die Abfallfahrzeuge brauchen einen großen Wendekreis, weshalb in Kurven, an Kreuzungen und Einmündungen keine Autos parken sollten. Grundsätzlich ist nicht erlaubt, mit Müllfahrzeugen rückwärtszufahren.

Aktuell erschweren auch die winterlichen Bedingungen in engen Straßen die Einfahrt. Zu nahe an der Einmündung parkende Fahrzeuge erschweren die Zufahrt zu den Wohnhäusern. So konnten dieser Tage einige Mülltonnen nicht geleert werden. Aber auch für Rettungsfahrzeuge oder die Feuerwehr sind solcherart blockierte Straßen ein massives Hindernis.

Daher bittet der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb alle Autofahrer, ihre Fahrzeuge so abzustellen, dass die Abfuhren nicht behindert werden.

26.08.2019       Buchsbaumzünsler - Was tun?

Wenn der Buchsbaumzünsler zuschlägt und sich die Raupen gefräßig über Hecken und Sträucher hermachen, dann sehen die befallenen Pflanzen meist gelblich-beige aus. Auch haben sie meist keine Blätter mehr und sind von den Raupen oftmals eingesponnen. Ist ein Strauch bereits stark befallen, ist es ratsam, diesen abzuschneiden und schnell zu entsorgen. Einzelne Zweige oder Sträucher können in die  die Biotonne. Für größere Mengen von befallenen Buchsbäumen oder Buchsbaumhecken ist das Entsorgungszentrum in Mergelstetten die richtige Adresse.

Allerdings sollte bei einer Fahrt ins EZ darauf geachtet werden, dass die befallenen Pflanzen abgedeckt werden, da so vermieden wird, dass die Raupen über den Fahrtwind weiterverbreitet werden. Auch sollten die Mitarbeiter im EZ bei der Anlieferung darüber informiert werden, damit das angelieferte Material mit anderem Grünabfall abgedeckt wird. Im Biokompostwerk werden die Raupen, Pilze und Unkrautsamen sicher abgetötet, da das Grüngut und die Bioabfälle bis auf 70° Grad erhitzt werden.   

10.12.2017       Montag und Donnerstag anliefern

„Wir haben die letzten beiden Monate unsere Daten ausgewertet im Blick auf Anlieferungen unsere Kunden im Entsorgungszentrum in Mergelstetten. Der größte Ansturm war ganz klar samstags auszumachen. Zwar haben wir auch freitags eine hohe Kundenfrequenz, aber an diesem Wochentag sind ja die Öffnungszeiten länger, weshalb der Samstag als Anlieferungstag bei unseren Kunden vorne liegt“, erläutert Michael Bantel, zuständiger Betreuer und EDV-Experte. Wer also diesen Stoßzeiten beim Besuch des Entsorgungszentrums ausweichen und Wartezeiten vermeiden möchte, dem rät Bantel auf die Wochentage Montag oder Donnerstag auszuweichen, um etwa Grüngut, Sperrmüll oder Elektroschrott abzuliefern. 

 
26.11.2022 - 14:21 Uhr     -     URL: /internet/inhalt/drucken.php?seite=0&news=1