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Heidenheim



08.04.2019       Wo Gartenabfälle wieder zu Erde werden

Obst- und Gartenbauverein Nattheim & Fleinheim erklärt Kindern gemeinsam mit Kreisabfallwirtschaftsbetrieb wie Bioabfälle richtig kompostiert werden

Der Schulgarten bei der Wiesbühlschule ist eine ganz besondere Adresse. Dort, auf dem ordentlich angelegten Gelände der Gartenwerkstatt für Schüler und Familien, können Kinder  in einem erlebnisreichen Umfeld unmittelbar begreifen, was im Garten und im Kompost so alles kreucht und fleucht. Begeistert von diesem Angebot waren jetzt wieder  24 Kinder, die sich gemeinsam mit Eltern und unter Leitung von Resi und Thomas Discher vom Obst- und Gartenbauverein Nattheim&Fleinheim aufs Abenteuer Garten einließen. Mit von der Partie war auch der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb, dem es wichtig  ist,  Kinder und Schüler für die Eigenkompostierung zu gewinnen und aufzuklären, was ein Kompost braucht, um gesund zu bleiben.

Abgefragt wurde aber auch, was die Kinder so alles in die Bio-Tonne werfen. Klar, alle organischen Abfälle wie etwa Kartoffelschalen, verfaulte Radieschen oder Bananenschalen. Alles ab in die braune Wundertonne namens Bio-Tonne. Natürlich nur die Bioabfälle, denn Kunststofftüten oder Plastikverpackungen oder Netze gehören nicht dazu. Das gehört in den gelben Sack oder in die schwarze Tonne als Restmüll. Und richtig, der Rasenschnitt kommt, wie die übrigen Grünabfälle, in die braune Wundertonne. Denn aus  Ästen, Blättern und Rasenschnitt aus der Bio-Tonne  wird im großen Biokompostwerk in Mergelstetten eine wunderbare Komposterde gemacht.

Die Kinder konnten hier im Schulgarten nicht nur gärtnern, sondern natürlich auch den Komposthaufen untersuchen, konnten graben und gießen und Komposttierchen wie Tausendfüßler und Regenwürmer beobachten. Mistwürmer, Erdraupen und Laufkäfer fühlen sich dann richtig wohl, wenn der Kompost ausreichend feucht ist. Und auch alle anderen Mikroorganismen brauchen Wasser zum Arbeiten. Allerdings auch nicht zu viel Wasser, denn dann beginnt der Kompost zu faulen. Dann braucht er dringend Holzhäcksel, sonst stinkt’s. Die Feuchtigkeit lässt sich mit der Faustprobe kontrollieren. Klar auch, dass die geeigneten Küchenreste für den Kompost klein geschnitten werden müssen, damit die Komposttiere diese überhaupt essen können. Die Devise für den richtigen Kompostplatz lautet, nicht zu viel und nicht zu wenig Schatten. Eine Temperatur von 40 bis 60 Grad im Inneren des Komposts ist dann optimal für die Verrottung. Diese Hitze im Kompost entsteht unter anderem durch die Reibungswärme der Bakterien, die dort fleißig arbeiten  

Und schon ist der Forscherdrang der Kinder wieder da. Schließlich hat jedes Kind jetzt  eine Becherlupe in der Hand, die vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb ausgeteilt wird. Und sofort gehen sie munter auf Jagd nach allem, was sich um sie herum bewegt in der Komposterde. Schließlich lautet das Motto: Ene, Mene, Miste, was lebt dort in der Kiste. Asseln,

 
20.04.2019 - 05:10 Uhr     -     URL: /internet/inhalt/drucken.php?seite=526&news=1