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Aktuelles


22.06.2022
Mehrweg statt Einweg

Verpackungen aus Kunststoff sind allgegenwärtig. Die meisten von diesen Plastikverpackungen werden nur ein einziges Mal benutzt, aufgemacht und entsorgt. Während die Verpackungsprodukte - wie etwa in Folien eingeschweißte Bananen - nur eine kurze Zeitspanne überdauern, sind die Verpackungskunststoffe noch sehr lange in unserer Umwelt zu finden. Vielerlei Kunststoffe weisen eine Abbaudauer von bis zu hundert Jahren auf. Und selbst dann wird die Natur oftmals noch mit Mikroplastikpartikeln belastet. Aber auch Kaffeepads und Kapseln, die Kaffee extra in Mini-Portionen verpacken, beeinträchtigen die Umwelt. Im Blick auf Getränkeverpackungen verdrängen Kunststoff-Einwegflaschen immer stärker die umweltfreundlicheren Mehrwegflaschen. Gerade Mehrwegflaschen von regionalen Anbietern können eine gute Ökobilanz vorweisen. Verschlechtert sich doch die Ökobilanz von Glas-Mehrwegflaschen - wenn lange Transportwege nötig sind - allein schon wegen des hohen Gewichts. Kurze Wege sind also angezeigt. Immerhin können Glas-Mehrwegflaschen rund 50 mal wieder befüllt werden, PET Mehrwegflaschen immerhin 25 Mal, bevor sie recycelt werden. Das Gebot der Stunde ist also, die Flut von Verpackungsabfällen und kurzlebigen Einwegprodukten einzudämmen. Eine konsequente Abfallvermeidung, die bevorzugte Nutzung von Mehrwegsystemen, aber auch die Rücknahme von Verpackungen sind Wege, wie die Umweltbelastungen verringert werden können. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass jährlich allein in Deutschland rund drei Milliarden Einwegbecher für Heiß- und drei Milliarden für Kaltgetränke im Außer-Haus Konsum verbraucht werden. Dies entspricht einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 70 Wegwerfbechern. Aufgrund der ständigen Neuproduktion von Einwegbechern werden mithin Ressourcen beansprucht sowie Klima und Umwelt belastet.  Nebenbei landen die Einwegbecher oftmals in der Natur und verschmutzen öffentliche Plätze und Parks.    

Um diese Zusammenhänge kreiste jetzt ein Vortrag, der sich mit Plastikverpackungen und Ressourcenverbrauch auseinandersetzte. Eingeladen hatte der Landfrauenverein Dischingen in Kooperation mit den Ortsgruppenvereinen Frickingen und Dunstelkingen. Die Landfrauen verfolgten aufmerksam den Vortrag von Lothar Hänle, der beim Kreisabfallwirtschaftsbetrieb im Bereich Umweltbildung tätig ist.

So wurde den interessierten Landfrauen vermittelt, dass Plastik - neben seinen Grundbestandteilen - oft zusätzlich problematische Stoffe aufweist. Solche chemischen Inhaltsstoffe werden bei der Produktion beigemischt. Ziel ist es, die Eigenschaften des jeweiligen Kunststoffes für den beabsichtigten Einsatz zu optimieren. Schließlich sollten mancherlei Plastikprodukte säure- und hitzebeständig, bruchfest und beinahe universell verwendbar sein. Solche so genannten Additive sind etwa Weichmacher, die Plastikprodukte biegsam machen. Aber auch Licht- und Flammschutzmittel.  Nicht auszuschließen sind selbst krebserregende Stoffe, die manchen Kunststoffen beigemischt werden. Über die Nahrungskette können Plastikpartikel und die darin enthaltenen Chemikalien, etwa durch den Konsum von Fisch, auch in den menschlichen Körper gelangen. Weichmacher – Phthalate – und Bisphenol A (bisweilen in den Innenbeschichtungen von Dosen enthalten) können das Hormonsystem und den Stoffwechsel beeinflussen  

Wer also unsere Umwelt und sich selbst schützen möchte, der sollte darauf achten, seinen Konsum an problematischen Plastikartikeln einzuschränken. Und dennoch anfallenden Plastikabfall korrekt zu entsorgen. Sei es über den gelben Sack für Leichtverpackungen oder über die Wertstoff-Zentren vor Ort. Etwa wenn es sich um Plastik handelt, das keine Verpackung ist. Sondern schlicht um Gartenmöbel, Getränkekisten oder Gießkannen aus Kunststoff. Ebenso können Kleiderbügel, Kanister oder Kinder-Tretschlepper bei den Wertstoff-Zentren abgegeben werden. Wie auch Wäschekörbe, Pflanzschalen, Blumentöpfe oder Wisch- und Haushaltseimer aus Kunststoff.


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