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Aktuelles


20.09.2017
Wo Müll zu Strom wird

Was passiert mit dem Restmüll, nachdem dieser in der Mülltonne gelandet ist? Um den Weg des Restmülls nachzuverfolgen, organisierte der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb einen Ausflug nach Ulm. 24 Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Giengen machten sich per Bus auf den Weg zum Ulmer Müllheizkraftwerk. Schon auf der Hinfahrt wurden  Fragen rund um die Abfallwirtschaft im Landkreis Heidenheim diskutiert. Auch, dass  die gute  Zusammenarbeit zwischen dem Ulmer Müllheizkraftwerk und dem Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim für beide Seiten viele Vorteile bietet. Lothar Hänle vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb betonte den hohen Stellenwert einer geordneten Abfallentsorgung im Landkreis, was allseits auf große Zustimmung stieß. Im Donautal angekommen, übernahm Richard Scharf vom MHKW Ulm die Führung. Er erläuterte kenntnisreich die Geschichte des Kraftwerks, den Betrieb der Anlage und ihre technischen Daten. Der anschließende Rundgang durch das Kraftwerk vermittelte den Besuchern  Einblicke in alle Bereiche des Betriebes: von der Entladehalle über den Müllbunker bis zum Containerbahnhof. Sie erfuhren, dass im Müllbunker etwa zweitausend Tonnen Restmüll Platz haben. Und bei der Müllverbrennung keine Zugabe von Heizöl nötig ist. Jährlich werden rund 160.000 Tonnen Müll verbrannt, wobei nur geringe Mengen an Abfällen - wie 2690 Tonnen Flugasche und 210 Tonnen Filterkuchen - unter Tage beseitigt werden. Interessant auch, dass ein freiwilliges Umweltmonitoring praktiziert wird. Mittels Boden- und Fichtennadelproben lassen sich mögliche Einflüsse von Schadstoffen auf die Umwelt nachweisen. Fazit der Messungen: Das MHKW hat keinen messbaren negativen Einfluss auf die Umwelt. Und es liegt bei den Emissionen deutlich unter den genehmigten Grenzwerten. Zum Abschluss wurde die Giengener Besuchsgruppe dann noch auf die Waage gestellt und gewogen, genauso wie jeder ankommende Müllwagen. Der informative Besuch fand viel Zustimmung bei allen Beteiligten. Fazit: „Des machet mir gleich wieder im nächsten Jahr.“

 


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