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Aktuelles


08.06.2018
Nachhaltigkeitstage 2018

 

Umweltbildung, Abfallvermeidung und die richtige Trennung von Abfällen und Wertstoffen sind Themen, die der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb immer wieder in die Öffentlichkeit trägt. Gut geeignet hierfür ist eine Exkursion ins Mergelstetter Entsorgungszentrum, wo das Biokompostwerk, aber auch die Problemstoffsammelstelle und das weitläufige Wertstoff-Zentrum die Besucher  dazu einlädt, sich mit dem schonenden Umgang natürlicher Rohstoffe auseinanderzusetzen. Kein Wunder also, dass sich eine starke 25 köpfige Radlergruppe  mit großem Interesse aufgemacht hat, das Brenztal und die dort am Wege liegenden Wertstoff-Zentren in Herbrechtingen und Giengen, aber auch das Entsorgungszentrum in Mergelstetten in Augenschein zu nehmen. Ein Großteil der Gruppe, vor allem Mitglieder des Schwäbischen Albvereins, Ortsverein Zang - mit Hartmut Pflanz an der Spitze -, startete  in Königsbronn. Die Gruppe radelte über Heidenheim und Herbrechtingen gen Bernau und dann zum Giengener Wertstoff-Zentrum. Dort wurde Station gemacht, um sich zu stärken und vor Ort zu informieren. Etwa welchen Service und welche Dienstleistungen der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb in den Wertstoff-Zentren für die Einwohner des Landkreises Heidenheim bereithält. Wird doch hier beispielhaft die richtige Abfalltrennung greifbar und begreiflich. Bärbel Hörger und  Lothar Hänle vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb beantworteten viele Fragen rund um die Sammlung von Wertstoffen. Dabei  wurde auch beispielhaft erläutert, was mit ausgedienten Videokassetten und CDs passiert. „Also die alten CDs werden zu Granulat verarbeitet oder bekommen dann als Eiskratzer ein zweites Leben.“  Als zweite Station stand das weitläufige Entsorgungszentrum in Mergelstetten auf dem Programm, das die Radler über eine abwechslungsreiche Runde rund um den Buigen im Eselburger Tal ansteuerten.

Dort angekommen inspizierten die Teilnehmer die verschiedenen Container für Pappe und Papier. Extra Container stehen wiederum bereit für Elektrogeräte wie Computer und Monitore, Scanner und Waschmaschinen, Bügeleisen oder Rasierapparate. An der Problemstoffsammelstelle werden zudem schadstoffhaltige Abfälle angeliefert. Dazu gehören Chemikalien aus dem Hobbylabor, Pflanzenschutzmittel, aber auch Leuchtstoffröhren und flüssige Lacke und Farben. Auch erfuhren die Teilnehmer, dass manche Biotonnen-Benutzer noch immer Windeln, Problemstoffe, Restmüll, Verpackungen aus Kunststoff und jede Art von Plastiktüten, auch die so genannte abbaubaren kurzerhand in die Biotonne werfen. „Deshalb hat’s dieses Jahr auch nochmals vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb extra kostenlose Papiertüten für Bioabfälle gegeben, die jedem Haushalt zugegangen sind. Und die in der Küche in das Vorsortiergefäß für Bioabfälle gelegt werden können. Nur solche Papiertüten sind tatsächlich gut abbaubar im Kompostwerk. Im Gegensatz zu so genannten abbaubaren Plastiktüten oder Biobeuteln aus Stärke, die viel zu lange brauchen, um zersetzt zu werden, da der Bioabfall in der Rottehalle des Kompostwerks längstens zwölf Wochen bleibt. Und in dieser Zeit verrotten die Kunststoffteile der angeblich abbaubaren Kunststoff-Tüten nicht. Stattdessen vermindern diese die Qualität des Endprodukts Kompost oder müssen eben vorab mühsam aussortiert werden. Deshalb gilt es, nur zu Papiertüten für Bioabfälle zu greifen. Dabei tut’s auch die Bäckertüte oder man schlägt die Bioabfälle in alte Zeitungen ein.

Abschließend diskutierten die Teilnehmer im Seminarraum des Entsorgungszentrums  verschiedene Umweltthemen: Von der Kreisputzete übers Littering im öffentlichen Raum bis zum ungebremsten Trend massenhaft coffee to go Becher zu konsumieren. Aber auch über die Aktionen des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs - gemeinsam mit vielen Bäckereien im Kreis - diesem Trend durch das Angebot  von Mehrwegbechern entgegenzusteuern. Weitere Themen betrafen die  kurze Nutzungszeit von Plastiktüten oder den rasanten Anstieg von Plastikmüll in Flüssen, Seen und Meeren. Kommen diese Stoffe letztlich doch über  Luft,  Boden oder Grundwasser, aber eben auch in Tieren, die von Menschen verzehrt werden, wieder zurück in die Nahrungskette. So werden viele Mikroplastikpartikel von Fischen gefressen, da sie diese mit dem Plankton aufnehmen. Vögel, die Plastik oftmals mit Nahrung verwechseln, können das unverdauliche Plastik nicht mehr ausscheiden und gehen elend zugrunde. Einig war sich die Runde, dass, wer auf Plastik verzichtet, der Umwelt hilft. Wer einkauft hat es selbst in der Hand, ob mehr oder weniger Müll anfällt. Wer offene Frischware wie Obst und Gemüse von heimischen Erzeugern kauft und in die mitgebrachte Tasche steckt, tut ganz konkret etwas für die Umwelt. Weitere Fragen drehten sich um das aktuelle Angebot des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs im Bereich Umweltbildung an den Schulen. Wird doch solchen Unterrichtseinheiten ein hoher Stellenwert zugemessen, da auf diesem Weg gerade die junge Generation für den Natur- und Umweltschutz zu gewinnen ist. Die Teilnehmer nahmen bei diesem Ausflug jedenfalls zahlreiche Anregungen mit. Zugleich zeigten sie sich beeindruckt von der Arbeit, die im Kompostwerk und beim Kreisabfallwirtschaftsbetrieb im Blick auf eine beispielhafte Kreislaufwirtschaft geleistet wird.


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