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Aktuelles


08.10.2018
Kompostpfad im Brenzpark

Kürzlich haben die Obst- und Gartenbauvereine Nattheim und Fleinheim gemeinsam mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb eine gut besuchte Veranstaltung auf dem Gelände des Brenzparks organisiert. Meinolf Götte, Betriebsleiter des Entsorgungszentrums in Mergelstetten, erläuterte den interessierten Zuhörern die wichtigsten Regeln, um Kompost herzustellen. So sollte stets strukturreiches Material wie Baum-, Strauch- und Heckenschnitt, Äste, Heu, Stroh oder Papier mit strukturarmen Stoffen wie Salatblättern und Gemüse abwechseln. Gerade das strukturreiche Material schafft Hohlräume, die für eine gute Zufuhr von Luft ins Innere des Komposthaufens sorgen. „Umgekehrt faulen die Abfälle und es kommt zu unangenehmen Gerüchen, wenn der Komposthaufen nicht genügend gelüftet wird. Denn wenn zu wenig Luft hineinkommt, bilden Bakterien übelriechende Gase wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff. Ein gut verrottender Kompost dagegen stinkt nicht, sondern riecht nach frischer Walderde. Die richtige Luftzufuhr und Feuchtigkeit sorgen dafür, dass der Prozess der Verrottung optimal abläuft. Schließlich bringt eben auch ein zu trockener Komposthaufen den Abbau der Stoffe zum Stillstand und es setzt sich oftmals grauer Schimmel ab. Dann gilt es mit Regenwasser zu gießen.

Auch sollte darauf geachtet werden, Garten- und Küchenabfälle schichtweise locker aufzufüllen. Der ideale Standort für den Komposter liegt im Halbschatten. Tabu sind Stein- oder Betonboden. Am besten ist der Haufen ebenerdig angelegt, und zwar auf naturbelassenem, lockerem Gartenboden. Dann können die Bodenlebewesen in den Kompost einwandern. Da das Leben von Bodenbakterien und Pilzen besser abläuft, wenn es dunkel ist, sollte der Komposthaufen abgedeckt sein. Kompostwürmer, Asseln und andere Kleintiere besiedeln schnell den Komposthaufen und fallen über die Abfälle her. Gerne verputzen die Kleintiere auch Kaffeesatz oder Zwiebelschalen. „In Kunststoffbehältern verläuft die Rotte wegen der höheren Temperaturen schneller als bei der offenen Kompostierung“,  so Götte. Und in Kunststoffbehältern gibt es natürlich auch keine Probleme mit Nagern, die bei offenen Komposthaufen doch anzutreffen sind, vor allem dann, wenn Fisch- oder Fleischreste diese anlocken.  Zahlreiche Fragen stellten die interessierten Zuhörer und Betriebsleiter Meinolf Götte gab viele hilfreiche Tipps und Ratschläge. Etwa, dass Pflanzen, die großflächig mit Pilz-, Virus- oder Bakterienkrankheiten befallen sind, besser nicht auf den eigenen Kompost gegeben werden sollten, sondern in die Biotonne. „Gespritzte Schalen von Zitrusfrüchten, die in haushaltsüblichen Mengen anfallen, können aber problemlos auf den Kompost“, betonte Götte. Allerdings haben Hunde- und Katzenkot nichts auf dem Kompost zu suchen, denn sie können Krankheitserreger enthalten und gehören in die Restmülltonne.

Dasselbe gilt übrigens auch für Grillkohle, Asche und Zigarettenkippen, da diese Stoffe meist mit Schwermetallen belastet sind. Kleintiermist und Einstreu von Pflanzenfressern sind kein Problem bei der Kompostierung. Und Wildkräuter sollten vorher an der Sonne getrocknet werden, samentragende am besten immer in die Mitte des Komposthaufens geben.  Nach diesem aufschlussreichen Rundgang übers Schaugelände konnten sich die Besucher noch an einem Kompostquiz beteiligen, für dessen richtige Beantwortung es  dann Gutscheine vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb gibt. Die Gewinner werden  ausgelost.


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