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Aktuelles


11.03.2019
Besuch beim Müllheizkraftwerk

Bürger besuchen mit Kreisabfallwirtschaftsbetrieb das Müllheizkraftwerk in Ulm

Der vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb gecharterte Bus nach Ulm zum Müllheizkraftwerk stand pünktlich um 12:30 Uhr bereit, um die 20 köpfige Gruppe abzuholen. „Das  Interesse unserer Einwohner aus dem Landkreis Heidenheim an einer Führung durchs  Ulmer Heizkraftwerk teilzunehmen freut uns. Dieses Interesse belegt, dass die Bürger sehen wollen, was mit ihrem Müll passiert. Und welche ausgeklügelte Technik, wie etwa die mehrstufige Rauchgasreinigung, im Kraftwerk eingesetzt wird“, so Markus Kraus, Betriebsleiter des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs.


Im Donautal angekommen, wurden die Besucher mit Helm und Kopfhörer ausgerüstet. Dietmar Lanz vom MHKW Ulm führte die Gruppe durch das Werk und erläuterte kenntnisreich wie aus Müll Fernwärme und Strom produziert wird. So wird die Verbrennungswärme im MHKW in Wasserdampf umgewandelt. Eine Turbine sorgt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung für die Umwandlung des 360 Grad heißen Dampfes, um Strom und Fernwärme zu erzeugen. Imponierend auch der im Oktober 2014 in Betrieb genommene neue Wärmespeicher. Mit 28 Metern Höhe und einem Durchmesser von zwölf Metern nimmt dieser 2.400 Kubikmeter Fernheizwasser auf. Der Einsatz dieser erzeugten und gespeicherten Fernwärme spart noch mehr fossile Brennstoffe wie Gas, Kohle oder Öl. Spannend war für die Besucher auch der Blick von der verglasten Kabine des Kranfahrers hoch über dem Bunker. Dessen Aufgabe ist es, den vier Tonnen schweren Polypgreifer feinfühlig zu steuern. Mit diesem selbst vier Tonnen schweren Greifer wird der Abfall gemischt. Denn nur gut durchmischter Abfall brennt auch gut.  Der Müll wird im Bunker gestapelt und letztlich als Brennstoff in die beiden Verbrennungslinien geführt. Täglich werden bis zu 800 Tonnen Müll angeliefert. Zudem erfuhren die Besucher, dass täglich rund 80 Fahrzeuge bei der Waage vorfahren.

Auch das so genannte Herz des Kraftwerks, die Leitwarte, wurde vorgestellt. Regelmäßige Rundgänge des jeweiligen Schichtführers durch die gesamte Anlage sind nötig, damit auftretende Störungen sofort vom Team erkannt und behoben werden. „Die Anlage läuft an sieben Tagen in der Woche, auch an Feiertagen“, betonte Lanz. „Das Team hier arbeitet in fünf Schichten nach einem festen Plan rund um die Uhr.“ Und auch eine Chemotechnikerin gibt es im Müllheizkraftwerk. Sie überwacht die Abwässer aus der nassen Rauchgaswäsche. Denn diese werden vollständig wieder aufbereitet. Zudem ist die Vollentsalzungsanlage, die das Wasser für die Dampferzeugung bereithält, zu überprüfen. Elektriker überwachen wiederum die emissionstechnischen Einrichtungen des MHKW. Diese Messungen zeigen, ob die eingesetzten Filteranlagen richtig funktionieren. Die Schadstoffmessungen werden auch rund um die Uhr überwacht, aufgezeichnet und online der Kontrollbehörde, dem Regierungspräsidium Tübingen übermittelt. „Für den Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim ist es eine gute Gelegenheit unseren Bürgern bei Ausflügen nach Ulm ins Kraftwerk zeigen zu können, dass diese Anlage reibungslos läuft und alle Umweltstandards eingehalten werden“, betont Markus Kraus.


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