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Aktuelles


24.09.2020
Was tun mit dem Herbstlaub?

Im Herbst stellt sich die Frage: wohin mit dem Laub?

Ebenso wie im Wald kann Laub unter Sträuchern und Bäumen liegen bleiben. Sorgt doch eine Laubschicht dafür, dass der Boden mit wertvollen organischen Substanzen und Nährstoffen angereichert wird, wodurch wiederum das Bodenleben aktiviert wird. Wertvolle Bodenlebewesen werden mit dem Laub ‚“gefüttert“ und die Blätter im Lauf der Zeit zersetzt. Auch bietet eine solche Laubschicht so manchen Tieren Schutz im Winter. Vor dem Hintergrund, dass die Artenvielfalt- nicht nur bei Fluginsekten oder manchen Vogelarten - stark schwindet, können Gartenbesitzer ganz entscheidend mithelfen, hier gegenzusteuern. Immerhin sind die Flächen der Gärten bei uns in Deutschland größer als alle Naturschutzflächen zusammen. Eine naturnahe Gartenbewirtschaftung ist mithin ein Gebot der Stunde und bietet zahlreichen tierischen Gartenbewohnern ein wertvolle Nische.

Die Laubschicht darf durchaus bis zu zehn Zentimeter dick sein und kann ein wenig in den Boden eingearbeitet werden. Ansonsten  lässt sich das Laub auch mit etwas Erde beschweren, damit es an trockenen und windigen Wintertagen nicht durch den Garten weht.

„Laub, das auf den Rasen fällt, kann vorab auch mit dem Rasenmäher zerfasert werden. Mit anderen Materialien vermischt, kann man es dann auf den Kompost werfen. Das Laub verrottet so schneller. Fallen große Mengen an 

Laub an, kann auch reiner Laubkompost eingesetzt werden, um Moorbeetpflanzen wie Azaleen oder Rhododendren zu düngen, die saure Böden bevorzugen“, rät der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb. Mit dieser Art der Laubverwertung können natürlich auch abgeräumte Gemüse- und Blumenbeete sowie der Boden unter Gebüschen, Hecken, Stauden und Bäumen mit organischem Material versorgt und nutzbringend verwertet werden. Die Blätterdecke schützt den Boden zudem vor Austrocknung und sorgt dafür, dass dieser über den Winter gut gart, sich eine stabile Bodenstruktur bildet und somit der Wasserhaushalt, also die Fähigkeit Wasser zu speichern, des Bodens verbessert.

Die im Herbst gesammelten Laubmengen können aber auch im Frühjahr mit stickstoffreichen Materialien wie Rasenschnitt gemischt werden, wodurch ein guter Humus erzeugt und zugleich der Verrottungsprozess beschleunigt wird. Beachtet werden sollte aber, dass nicht nur Rasen, sondern auch immergrüne und niedrige Pflanzen keine Laubdecke vertragen. Leiden sie doch dadurch unter Lichtmangel und beginnen zu faulen.

Was tun, wenn auf dem eigenen Grundstück nicht kompostiert werden kann? Für kleinere Laubmengen kann die Biotonne genutzt werden. Größere Laubmengen (PKW-Anhänger) können darüber hinaus im Entsorgungszentrum in Mergelstetten und an den Grüngutcontainern gegen eine geringe Gebühr abgegeben werden.


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