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Aktuelles


16.02.2022
Kindergartenkinder im Entsorgungszentrum

Immer wieder ist das Entsorgungszentrum samt Biokompostwerk, Problemstoffsammelstelle und Wertstoff-Zentrum sehr spannend für Kinder. Können diese doch hier in Mergelstetten einmal einen tollen Lernort außerhalb des Kindergartens besuchen. Und die zehnköpfige Kinderschar ist ganz bei der Sache, als es um das Thema Abfalltrennung geht. Wird doch bei diesem Rundgang übers Gelände des Entsorgungszentrums das Thema Abfalltrennung greifbar und begreiflich. Anschaulich wird ihnen und den  begleitenden Erzieherinnen erläutert, was im Entsorgungszentrum alles abläuft. „Wisst ihr was zum Sperrmüll kommt?“ Schnell gehen Kinderhände in die Höhe: „Alte Matratzen und Sofas und Teppiche…“   

Das hier eingerichtete Wertstoff-Zentrum hat auch verschiedene Container für Pappe und Papier. Extra Behälter stehen bereit für Elektrogeräte wie Computer und Monitore, Scanner und Waschmaschinen, Bügeleisen oder Rasierapparate.  An der Problemstoffsammelstelle werden wiederum schadstoffhaltige Abfälle angeliefert. „Die Abfälle dürft ihr nicht in die Restmülltonne werfen.“ Staunend sehen die Kinder, was hier alles an  Chemikalien aus dem Hobbylabor, Pflanzenschutzmitteln, aber auch Batterien, Leuchtstoffröhren, ja selbst rote Feuerlöscher und farbige Gaskartuschen gibt’s zu sehen. Haben diese doch im Hausmüll nichts zu suchen. „Sind aber Farben nicht mehr flüssig und bereits eingetrocknet, können die Behälter über die Restmülltonne entsorgt werden“. Nächste Station: Was passiert mit der Zitronenschale, nachdem sie in der Biotonne gelandet ist? Was gehört in die Biotonne? Richtig:  Organische Abfälle wie Obst und Gemüse, Bananen- und  Eierschalen, Kaffeesatz, verwelkte Blumen oder Rasenschnitt.

Was gehört nicht in die Biotonne? Richtig –  Problemstoffe, Restmüll, Verpackungen aus Kunststoff und jede Art von Plastiktüten. Dafür hat’s vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb wieder extra kostenlose Papiertüten gegeben. In diese Papiertüten kann der Bioabfall schon in der Küche in ein Vorsortiergefäß gelegt werden. „Nur solche Papiertüten sind tatsächlich gut abbaubar im Kompostwerk. „Im Gegensatz zu so genannten abbaubaren Plastiktüten oder Biobeuteln aus Stärke. Denn diese brauchen viel zu lange, um zersetzt zu werden, da der Bioabfall in der Rottehalle des Kompostwerks längstens zehn bis zwölf Wochen bleibt. Und in dieser kurzen Zeit verbleiben noch viele Kunststoffteile dieser wenig geeigneten Tüten im Kompost. Also nur Papiertüten nehmen! Wo sonst können die Kinder so eben mal in eine  Rottehalle für Kompost hineinschauen. Und die Kinder dürfen auch den nach Walderde riechenden Kompost in die Hand nehmen. Exemplarisch wird aufgezeigt, dass ein Apfelbutzen aus der Biotonne wieder zu Kompost wird. Und dass man mit Kompost auch die Erde rund um den Apfelbaum düngen kann, damit so wieder Äpfel reifen können. Hat doch die Natur  einen vorbildlichen, perfekten Kreislauf geschaffen. Einen Kreislauf, bei dem kein unnötiger, die Umwelt belastender Müll zurückbleibt. Und dieser natürliche Kreislauf wird im Biokompostwerk in Mergelstetten nachgeahmt und so Natur und Umwelt geschützt.

 „Uns ist es wichtig, die Kinder zu motivieren für die richtige Trennung der unterschiedlichen Abfälle“, betont der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb, dem es wichtig ist, neben Grün- und Bioabfällen auch viele andere Wertstoffe in einen geschlossenen Kreislauf zurückzuführen, ganz gleich, ob Papier, Elektrogeräte oder alte Fahrräder.

Und gerade auch Kinder im Vorschulalter können durchaus ein Gespür für den richtigen oder auch falschen Umgang mit Abfällen und Wertstoffen entwickeln. Zumal die Kinder oftmals  bereits Vorkenntnisse von zu Hause oder über den Kindergarten im Umgang mit verschiedenen Abfällen haben. Als spannendes Spielmaterial hat der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb jetzt auch ganz neu eine lustig gestaltete, große Magnettafel für die Kindergärten im Kreis zur Verfügung gestellt. Mit dieser haben die engagierten Erzieherinnen des Kitas die Kinder auf spielerische Weise die richtige Trennung von Abfällen üben lassen. Und so auf den Besuch im Biokompostwerk vorbereitet. Und  Kinder wie Erzieherinnen waren gleichermaßen von dem neuen Lernmaterial zur spielerischen Mülltrennung begeistert wie auch von der Exkursion ins Entsorgungszentrum. Als nette  Erinnerung an diesen tollen Ausflug erhielten die Kinder zum Abschluss noch eine ganz kleine braune Biotonne, die als Bleistiftspitzer getarnt daherkam und den Kleinen ein Lachen ins Gesicht zauberte.


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