Logo
Bild
verkleinerte Darstellung Standard-Darstellung
Druckversion dieser Seite
Aktuelles


05.07.2022
Besuch im Entsorgungszentrum

Teilnehmer der Volkshochschule besuchen Entsorgungszentrum des Kreisabfallwirtschaftsbetrieb  

Umweltbildung, Abfallvermeidung und die richtige Trennung von Abfällen und Wertstoffen sind Themen, über die der Kreisabfallwirtschaftsbetrieb immer wieder aufklärt und auch Führungen anbietet. Ist doch das Mergelstetter Entsorgungszentrum hierfür bestens geeignet. Biokompostwerk, Problemstoffsammelstelle und das weitläufige Wertstoff-Zentrum geben aufschlussreiche Einblicke darüber, wie ein schonender Umgang mit wertvollen und zugleich begrenzten Rohstoffen aussehen kann.

Kein Wunder also, dass sich auch die Volkshochschule mit einer munteren Besuchergruppe von Migranten unter Leitung von Dozent Harald Singer mit Interesse aufgemacht hat nach Mergelstetten, um alles rund um den Müll und den Berufsalltag der dort Beschäftigen zu erfahren. Wird doch hier vor Ort im weitläufigen Entsorgungszentrum die richtige Abfalltrennung greifbar und begreiflich.  

Lothar Hänle vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb referierte über die tägliche Plastikflut, die nicht nur weltweit Meere, Seen und Flüsse massiv belastet, sondern allerorten, selbst im Boden, aufzufinden ist. Schließlich liegt nach Stürmen nicht nur am Strand oder Deich Plastikmüll in allen Formen und Farben herum. Unterschiedlichste Dinge wie Einkaufstüten, Zahnbürsten, Eimer, Becher, Kanister, kleine Plastikflaschen, Folienstücke oder Lebensmittelverpackungen finden sich dort, wo diese nicht hingehören.

Auch zeigte der Referent Aspekte einer ökologisch verantwortungsvollen Kreislaufwirtschaft auf.  Sind doch etwa die weltweiten Folgen einer ungedrosselten Papierproduktion fatal. So gibt es etwa in Indonesien eine gewaltige Entwaldungsrate wegen des weltweiten Hungers nach Zellstoff und Papier.  Im Anschluss hieran führte Hänle die Gruppe übers Gelände des Wertstoff-Zentrums. Gezeigt wurden die verschiedenen Container für Pappe und Papier. Extra Container stehen bereit für Elektrogeräte wie Computer und Monitore, Scanner und Waschmaschinen, Bügeleisen oder Rasierapparate. An der Problemstoffsammelstelle werden wiederum schadstoffhaltige Abfälle angeliefert. Dazu gehören Chemikalien aus dem Hobbylabor, Pflanzenschutzmittel, aber auch Leuchtstoffröhren und flüssige Lacke und Farben. Auch erfuhren die Teilnehmer, dass manche Biotonnen-Benutzer noch immer Windeln, Problemstoffe, Restmüll, Verpackungen aus Kunststoff und jede Art von Plastiktüten, auch die so genannte abbaubaren kurzerhand in die Biotonne werfen. „Deshalb hat’s dieses Jahr auch nochmals vom Kreisabfallwirtschaftsbetrieb extra kostenlose Papiertüten für Bioabfälle gegeben, die jedem Haushalt zugegangen sind. Und die in der Küche in das Vorsortiergefäß für Bioabfälle gelegt werden können. Nur solche Papiertüten sind tatsächlich gut abbaubar im Kompostwerk. Im Gegensatz zu so genannten abbaubaren Plastiktüten oder Biobeuteln aus Stärke, die viel zu lange brauchen, um zersetzt zu werden, da der Bioabfall in der Rottehalle des Kompostwerks längstens zwölf Wochen bleibt. Und in dieser Zeit verrotten die Kunststoffteile der angeblich abbaubaren Kunststoff-Tüten nicht. Stattdessen vermindern diese die Qualität des Endprodukts Kompost oder müssen eben vorab mühsam aussortiert werden. Deshalb gilt es, nur zu Papiertüten für Bioabfälle zu greifen. Dabei tut’s auch die Bäckertüte oder man schlägt die Bioabfälle in alte Zeitungen ein.

Abschließend diskutierten die Teilnehmer verschiedene Umweltthemen: Von der Kreisputzete übers Littering im öffentlichen Raum bis zum ungebremsten Trend massenhaft Coffee-to-Go Becher zu konsumieren. Aber auch über die Aktionen des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs - gemeinsam mit vielen Bäckereien im Kreis - diesem Trend durch das Angebot von Mehrwegbechern entgegenzusteuern.

 Weitere Fragen drehten sich um die Ausbildungen, Praktika und Qualifikationen der Beschäftigten beim Kreisabfallwirtschaftsbetrieb. So sind unterschiedlichste Berufsgruppen dort im Einsatz, wobei es auch eine spezielle Ausbildung zur Fachkraft für Kreislaufwirtschaft gibt, um den Erfordernissen bei bestimmten Arbeitsbereichen im Biokompostwerk kompetent zu begegnen.


Alle Neuigkeiten lesen

Impressum/Datenschutz
Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim   |   Schmittenplatz 5   |   89522 Heidenheim   |   Telefon 07321 9505-0