ZUKUNFT – Ausgabe 2026 2 Abfallsplitter Plastik ist nicht Plastik Sei es im Haus oder im Garten, für Hobby, Schule oder Beruf – Gegenstände aus Kunststoff sind überall im Einsatz. Aber was tun, wenn sie kaputt sind? Eins ist wichtig: Sie gehören NICHT in den Gelben Sack, denn sie sind keine Verpackungskunststoffe. Vieles kann in den Wertstoff-Zentren abgegeben werden, aber eben auch nicht alles, denn für diese sogenannten Nichtverpackungskunststoffe gibt es Sammelkriterien, die für eine Verwertung ein entscheidender Faktor sind. Zu den Nichtverpackungskunststoffen zählen alle Dinge aus PE, HD-PE, PS oder PP, wie Körbe, Gießkannen, Putzeimer, Küchenschüsseln, Blumenkästen oder auch das Bobby Car. Sie können in den Wertstoff-Zentren kostenlos abgegeben werden. Wichtig: Elektro-, Metall- und Holzteile sowie Batterien / Akkus vorher entfernen. Nicht zu den Kunststoffabfällen gehören alle Dinge, die zwar aus Kunststoff, aber nicht aus den oben genannten Sorten bestehen oder die elektronische und metallische Bauteile oder gefährliche Stoffe enthalten. Einige können nur über den Restmüll entsorgt werden, wie z. B. Kunststoffordner, PVC-Rohre, Duschkabinen, WC-Sitze oder Abdeckplanen. Andere müssen gesondert entsorgt werden. Dazu zählen Tonerpatronen und Rauchmelder, Tür- und Fensterrahmen oder Dinge aus Fiberglas. Mehr Infos gibt es bei der Abfallberatung MOBILE-ALT 07321 950536 oder 43 oder online Arrow-circle-right abfall-hdh.de/ska. Bauabfälle korrekt entsorgt Wo gehobelt wird, fallen Späne – und wo gebaut oder umgebaut wird, entstehen viele verschiedene Baureststoffe. Aber das sind nicht automatisch Abfälle, die auf der Deponie entsorgt werden müssen. Viele Baureststoffe können problemlos recycelt werden. Andere dürfen aufgrund rechtlicher Vorgaben gleich gar nicht auf Deponien abgelagert werden. Je nach Art des Abfalls und dessen Zusammensetzung ist der entsprechende Entsorgungsweg der Baureststoffe vorgeschrieben. Der Kreisabfallwirtschaftbetrieb unterhält dafür zwei Deponien – Maierhalde in Gerstetten und Kätzental in Herbrechtingen – und arbeitet mit örtlichen Containerdiensten oder Recyclingunternehmen zusammen. Eins ist neu seit 2026: In den Wertstoff-Zentren wird kein Bauschutt mehr angenommen, Kleinmengen bis max. 10 Eimer können aber auch auf der Deponie Rinderberg und im Entsorgungszentrum abgegeben werden. Das Spektrum reicht von Bodenaushub über Bauschutt, gipshaltige Baustoffe, Beton-, Pflaster- und Natursteine bis zu vermischten Baustellenabfällen, Altholz und Metallen. Besondere Regeln gelten für asbesthaltige Baustoffe. Die Abfallentsorgung auf der Baustelle erfordert also eine gute Organisation, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schützen. Informieren Sie sich vor dem Beginn einer Baumaßnahme unter MOBILE-ALT 07321 9505-32 oder online Arrow-circle-right abfall-hdh.de/sba. Kork sammeln lohnt sich Jedes Jahr werden in der Bundesrepublik Deutschland millionenfach Wein- oder Sektflaschen geöffnet. Zu viele Korken werden nach dem „Plopp“ jedoch achtlos in den Mülleimer geworfen. Dabei ist Kork ein hochwertiges, recycelfähiges Material, das gut aufbereitet und dann beispielsweise wie ein Hartschaum bei der Wärme- und Schallisolierung eingesetzt werden kann. Recycling verhindert zudem den Raubbau an der Korkeiche, aus deren Rinde das Material gewonnen wird. Korkeichen können nur alle 10 Jahre geschält werden, da sie bei häufigerer Ernte frühzeitig absterben würden. Bereits seit den 1990er-Jahren können Flaschenkorken in den Wertstoff-Zentren im Landkreis abgegeben werden. Von dort gelangen sie ins Epilepsiezentrum der Diakonie in Kehl, wo sie im Rahmen der Aktion „Korken für Kork“ verkauft werden und wo mit den Erlösen die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen unterstützt wird. Aber Achtung: Vielfach werden heute Verschlüsse aus Kunststoff verwendet, die optisch wie Kork aussehen. Diese über den Gelben Sack entsorgen!
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