ZUKUNFT 2026

ZUKUNFT – Ausgabe 2026 3 Abfallsplitter Wer kennt das Müll-Ferkel? Das Müll-Ferkel gehört zu einer Spezies, die in unseren Breitengraden immer mehr Verbreitung findet. Es hält sich vornehmlich in Wald und Flur und in der Nähe von Glascontainern, aber auch in Fußgängerzonen auf. Hier ein kurzer „Steckbrief“: hDas Müll-Ferkel ist sehr scheu und kommt nur abends, nachts oder an Sonn- und Feiertagen zum Vorschein. Grundsätzlich jedoch immer dann, wenn niemand unterwegs ist oder die Anwohner ihre Ruhe haben wollen. hEs kommt meist mit dem Auto zum Glascontainer, lässt Motor und Radio laufen und schlägt Türen mehrmals kräftig zu. hDas Müll-Ferkel wirft die einzelnen Wertstoffe grundsätzlich in die falschen Container und stellt sonstige Abfälle daneben ab. hEs lädt seine Abfälle mit Vorliebe an Waldrändern oder in Feld und Flur ab. Aber es geht auch ganz anders: Container nur werktags von 7 bis 20 Uhr benutzen und dabei den Motor abstellen. Nur Glas und Dosen in die vorgesehenen Container werfen, alle anderen Abfälle nicht daneben stellen, sondern korrekt über die Restmüll- und Biotonne oder über die Wertstoff-Sammelsysteme entsorgen. Sperrmüll mit der Abrufkarte zur Abfuhr anmelden oder direkt ins Entsorgungszentrum bringen. Eigentlich doch ganz einfach, oder? Wohin mit den Papierbergen? Etwa 8 000 Tonnen Altpapier und Kartonagen werden jährlich im Landkreis eingesammelt und einer Verwertung zugeführt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten, das Papier umweltgerecht zu entsorgen: über die Wertstoff-Zentren, über die Papiertonne und insbesondere über die Straßensammlung der Vereine. 110 Vereine und Organisationen sind dabei im Auftrag des Kreisabfallwirtschaftsbetriebs im gesamten Landkreis im Einsatz und sammeln rund 4 000 Tonnen ein. Sie bekommen dafür eine Vergütung nach Gewicht – und so sind die Sammlungen für einige Vereine eine unverzichtbare Einnahmequelle geworden, um vor allem in der Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag leisten zu können. Deshalb unser Appell: Unterstützen Sie diese Arbeit und stellen Sie Papier und Kartonagen bei den Straßensammlungen bereit. Dazu ein paar praktische Tipps: Altpapier und Kartonagen am Sammeltag bis 6 Uhr bereitstellen, handliche Bündel machen oder Papier in Kartonagen sammeln, Kartons zusammenlegen und darauf achten, dass die befüllten Kartons oder Papierbündel nicht zu schwer sind. All das erleichtert den Vereinen die Arbeit. Mehr Infos Arrow-circle-right abfall-hdh.de/sap Die guten ins Töpfchen ... Ob zum Abdichten von Türen und Fenstern, zum Füllen von Hohlräumen und Spalten oder zum Befestigen und Stabilisieren von Bade- oder Duschwannen – Polyurethan-Schäume sind an vielen Stellen im Einsatz. Jährlich werden in Deutschland rund 25 Millionen PU-Schaumdosen verbraucht. Nach dem Gebrauch landen immer noch viele der leeren Verpackungen im Gelben Sack oder meist in der Restmülltonne. Doch da haben die Dosen nichts verloren, denn es gibt auch hier eine umweltfreundliche und nützliche Recyclinglösung. Heimwerker wie auch Handwerker können die leeren PUSchaumdosen beim Umweltmobil oder in der Problemstoffsammelstelle im Entsorgungszentrum kostenlos anliefern. Von dort werden sie in das Recyclingwerk P.D.R. – Produkte durch Recycling – im bayerischen Thurnau gebracht und in die einzelnen Bestandteile zerlegt. So können Metall, Kunststoffe sowie die Inhaltsstoffe der Dose recycelt werden. Für Großverbraucher bietet P.D.R. auch einen Abholservice an. Mit einem kostenlosen Anruf unter 08 00 / 7 83 67 36 kann die Abholung der mit leeren PU-Schaumdosen befüllten Kartons beauftragt werden.

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